Baytrail Tablet

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Intel und Microsoft versuchen zur Zeit, den Tablet-Markt (der von Geräten mit ARM-CPU und Android + iOS dominiert wird) zu erobern. Intel hat zu diesem Zweck kostengünstige Atom-SoCs entwickelt, und Microsofts Kachel-Oberfläche in Windows 8 wurde mit dem Gesichtspunkt der Touchscreen-Bedienung designt.

Mittlerweile gibt es nebst den eher teuren Microsoft Surface Pro auch eine ganze Menge preiswerte Geräte. Da es sich dabei meist um gewöhnliche PC-Hardware handelt, bieten sich natürlich auch andere Betriebssysteme als Windows an.

Der folgende Wiki-Eintrag beschreibt ein Installationsabenteuer auf einem SurfTab® wintron 7.0 der Firma TrekStor.

Zutaten

  • SurfTab® wintron 7.0
  • USB 2.0-Hub mit eigener Stromversorgung
  • USB-Tastatur
  • USB-Stick (min. 1GB)
  • USB-Netzwerkadapter (alternativ: 8GB USB-Stick)
  • Linux-PC mit Internetverbindung
  • Viel Geduld

Vorüberlegungen

Die Bay Trail-SoCs sind 64bit-CPUs; fast alle Geräte booten jedoch nur 32bit UEFI-Bootloader. Auch einen Legacy-Modus gibt es meist nicht. Da die meisten Linux-Distributionen mit UEFI-Unterstützung auf den Installationsmedien nur einen 64bit-Bootloader enthalten, muss das Installationsmedium zuerst entsprechend vorbereitet werden.

Probleme können in vielen Fällen auch durch Secure Boot entstehen. Bei allen getesteten Geräten (Microsoft Surface Pro, Acer Switch 10, TrekStor wintron 7.0) lässt sich jedoch entweder Secure Boot ausschalten, oder explizit ein eigener Bootloader auswählen. Beim wintron 7.0 ist Secure Boot sogar ab Werk ausgeschaltet und der Schlüsselbund ist leer.

Vorbereitungen

Bevor es losgehen kann, muss der USB-Stick präpariert werden. Während wir das tun, können wir das Tablet schon einmal ans Netzteil anstecken, um den Akku zu laden. Manche Geräte haben nur einen USB-Anschluss zum laden, den werden wir aber während der Installation benötigen.

In dieser Anleitung wird als Linux-Distribution Debian 8 verwendet. Experimente mit Ubuntu 15.04 waren leider nur von begrenztem Erfolg gekrönt. Das hing einerseits damit zusammen, dass nur die Desktop-Installations-Disk mit allen Treibern daher kommt, andererseits aber keine manuelle Paketauswahl oder Konfiguration erlaubt. Das grafische Installationsprogramm stürzte sogar ab, nachdem die Installation des Bootloaders fehlgeschlagen war.

Zuerst besorgt man sich eine Debian-Netinstall-Image für die amd64-Architektur von [[1]]. Es handelt sich dabei zwar um eine .iso-Datei (also eine CD-Image), diese ist jedoch von Haus aus schon so vorbereitet, dass sie auch direkt auf einen USB-Stick geschrieben werden kann. Dazu werden wir die Kommandozeile bemühen.

Falls kein USB-Netzwerkadapter zur Verfügung steht, kann alternativ auch die komplette Installations-DVD geladen werden. Diese ist allerdings etwas grösser.

Zuerst stecken wir den USB-Stick in den Linux-PC und prüfen, als welches Gerät er sich angemeldet hat:

dmesg | tail

Es sollten einige Hinweismeldungen zum zuletzt angehängten Gerät (dem USB-Stick) erscheinen, sowie der Gerätename, unter dem er im System erscheint. Das ist meist sdb, sdc, oder ähnlich. Wichtig: Der USB-Stick soll nur angeschlossen werden, ohne ihn ins Dateisystem einzuhängen.

Dann machen wir uns daran, die Installationsimage auf den Stick zu schreiben. Achtung, statt sdb bitte den korrekten Gerätenamen des USB-Sticks eintragen.

dd if=debian-8.1.0-amd64-netinst.iso of=/dev/sdb bs=4k

Das wird eine Weile dauern, leider zeigt dd auch keinen Prozentbalken an.

Wenn der Kopiervorgang fertig ist, müssen wir die EFI-Partition neu erzeugen. Im folgenden wieder sdb durch das korrekte Gerät ersetzen, und die Kommandos allenfalls als root oder mit sudo ausführen.

mkdir /mnt/stick
mount /dev/sdb /mnt/stick
cp -r /mnt/stick/efi .
umount /mnt/stick

TODO

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